Die Anschlussarten im Vergleich
Die Bundesnetzagentur grenzt die Technologien für den Breitbandatlas so ab:[1]
| Kürzel | Glasfaser endet | Letzter Abschnitt |
|---|---|---|
| FTTH | im Gebäude des Einfamilienhauses, Unternehmensstandorts oder der Wohnung | keiner |
| FTTB | am Hausübergabepunkt eines Mehrfamilienhauses, etwa im Keller | Inhouse-Verkabelung: Kupfer, Koax, Ethernet oder Funk |
| FTTC (VDSL) | am Kabelverzweiger oder Multifunktionsgehäuse | Kupferdoppelader |
| Kabel (DOCSIS) | außerhalb des Gebäudes, etwa an einem Netzknoten | Koaxialkabel |
Vorteile für Unternehmen
| Vorteil | Bedeutung |
|---|---|
| hohe Bandbreite | auch für viele Nutzer und Cloud-Arbeit |
| hoher Upload | Cloud-Backup, Videokonferenzen, Fernzugriff |
| niedrige Latenz | bessere Telefonie und Videokonferenzen |
| störungsarm | keine Dämpfung durch lange Kupferleitungen |
| zukunftssicher | Bandbreite lässt sich ohne neue Leitung erhöhen |
Worauf Sie beim Vertrag achten sollten
- Upload: symmetrisch oder deutlich höher als bei Kupfer?
- Entstörzeit: Geschäftskunden-Tarife bieten garantierte Reaktionszeiten.
- Statische IP-Adresse: für VPN und eigene Dienste oft nötig.
- Hausanschluss: Wer bezahlt die Leitung ins Gebäude, wie lange dauert der Ausbau?
- Ausfallsicherheit: zweite Leitung oder Mobilfunk als Reserve für kritische Betriebe.
Beispiel aus der Praxis
Ein Maschinenbauer in einem Gewerbegebiet hat VDSL mit 100 Mbit/s Download und 40 Mbit/s Upload. Für Cloud-Backup und Videokonferenzen mit Kunden reicht das nicht mehr. Der Betrieb lässt sich im Rahmen des örtlichen Ausbaus per FTTH anschließen und bucht einen Geschäftskunden-Tarif mit 500 Mbit/s symmetrisch, statischer IP und Entstörung binnen acht Stunden. Als Reserve bleibt der VDSL-Anschluss bestehen.
Kurz gesagt
Glasfaser bietet hohe, oft symmetrische Bandbreiten und niedrige Latenz. FTTH reicht bis ins Gebäude, FTTB bis zum Hausübergabepunkt, FTTC nur bis zum Verteiler. Für Unternehmen sind Upload, Entstörzeit und statische IP oft wichtiger als der reine Download.
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