120 Statistiken zu Telefonanlagen und Unternehmenskommunikation (Oktober 2026)

Ihre Telefonanlage ist vermutlich älter als die Art, wie Ihre Kunden heute telefonieren. Die klassische Telefonie schrumpft, das Kupfernetz steht vor dem Aus, und Betrüger nutzen das Telefon gezielter denn je.

Hier finden Sie die wichtigsten aktuellen Zahlen zu Telefonie, Glasfaser, Cloud, Erreichbarkeit, Sicherheit und KI im Mittelstand. Jede Zahl stammt direkt aus der Primärquelle, etwa Bundesnetzagentur, Statistisches Bundesamt oder Bitkom, und ist verlinkt und datiert.

Aktualisiert: Oktober 2026. Diese Seite wird monatlich aktualisiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Festnetz sank die Zahl der Gesprächsminuten innerhalb eines Jahres von 57 auf rund 47 Milliarden (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Nur noch gut 30 % der abgehenden Gesprächsminuten laufen über klassische, rufnummernbasierte Sprachdienste (VATM, Mai 2026).
  • Von 37,9 Millionen Festnetz-Sprachzugängen waren Ende 2025 bereits 37,86 Millionen IP-basiert (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Die Bundesnetzagentur will die Kupfer-Abschaltung erst starten, wenn mindestens 80 % der Haushalte und Unternehmen Glasfaser bis in die Wohnung haben (Bundesnetzagentur, Januar 2026).
  • Nur 51 % der kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten nutzen kostenpflichtige Cloud-Dienste (Destatis, November 2025).
  • 46 % der Unternehmen müssten bei einem Cloud-Ausfall irgendwann den Geschäftsbetrieb einstellen (Bitkom, Juli 2026).
  • 25 % aller Erwerbstätigen arbeiteten 2025 zumindest gelegentlich im Homeoffice (Destatis, April 2026).
  • Der Anteil der Unternehmen mit Schäden durch automatisierte Robo-Calls stieg binnen eines Jahres von 3 % auf 14 % (Bitkom, September 2026).
  • 85.158 Beschwerden über Rufnummernmissbrauch gingen 2025 bei der Bundesnetzagentur ein (Bundesnetzagentur, Februar 2026).
  • 57 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen inzwischen KI ein (Bitkom, September 2026).
  • Der häufigste KI-Einsatzbereich ist der Kundenkontakt einschließlich der Bearbeitung von Anfragen, genannt von 72 % der befragten Unternehmen (Bitkom, September 2026).
  • 62 % der Online-Shopper wünschen sich bei Problemen einen schnell erreichbaren menschlichen Ansprechpartner (Bitkom, Mai 2025).

Wie verändert sich das Telefonieren in Deutschland?

Das Telefon ist nicht tot, es ist umgezogen. Gesprochen wird weiterhin viel, aber immer seltener über die klassische Rufnummer. Wer seine Unternehmenskommunikation noch rund um die alte Anlage im Keller plant, plant an der Realität vorbei.

Abgehende Gesprächsminuten in Deutschland 2024 und 2025 nach Festnetz, Mobilfunk sowie Messenger- und Videokonferenzdiensten, in Milliarden
Abbildung 1: Festnetz und Mobilfunk verlieren Gesprächsminuten, während Telefonate über Messenger- und Videokonferenzdienste leicht zulegen. Quelle: Bundesnetzagentur, Jahresbericht Telekommunikation 2025, Juni 2026. Eigene Darstellung der veröffentlichten Werte, erstellt am 20. Oktober 2026.

Wie stark geht die klassische Telefonie zurück?

Die klassische Telefonie verliert in beiden Netzen deutlich an Volumen.

  • Im Mobilfunk sank die Zahl der Gesprächsminuten von 148 auf 132 Milliarden (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Pro aktivem SIM-Profil entspricht das im Durchschnitt rund 102 Gesprächsminuten im Monat (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Über das Mobilfunknetz werden etwa 2,8-mal mehr Gesprächsminuten geführt als über das Festnetz (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Von den Festnetzminuten 2025 entfielen rund 25 Milliarden auf die Telekom und rund 22 Milliarden auf ihre Wettbewerber (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Die Zahl der Nutzer von Telefonie über LTE (VoLTE) stieg auf 79,1 Millionen zum Ende des Jahres 2025 (Bundesnetzagentur, Juni 2026).

Wohin wandern die Gespräche?

Sie wandern in Apps: Messenger- und Videokonferenzdienste wachsen, während SMS fast verschwindet.

  • Über Messenger- und Videokonferenzdienste wurden 2025 19,6 Milliarden abgehende Sprachanrufe geführt, nach 17,7 Milliarden im Vorjahr (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Das Gesprächsvolumen dieser Dienste wuchs auf 198 Milliarden Minuten, nach 196,7 Milliarden (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Hinzu kamen 9,5 Milliarden abgehende Videoanrufe, nach 8,8 Milliarden im Jahr 2024 (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Die Videoanrufe summierten sich auf 188,5 Milliarden Minuten, nach 183,7 Milliarden (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Die Zahl der versendeten SMS fiel von 5,2 auf 2,9 Milliarden (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Über Messenger- und Videokonferenzdienste wurden 2025 dagegen 913,5 Milliarden Sofortnachrichten versandt (Bundesnetzagentur, Juni 2026).

Wie groß ist der Telekommunikationsmarkt?

Der Markt ist stabil, aber das Geschäft mit Unternehmenskunden konzentriert sich zunehmend.

  • Die Außenumsätze im deutschen Telekommunikationsmarkt lagen 2025 laut Prognose bei 59,6 Milliarden Euro (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Für 2026 erwartet der VATM ein Marktvolumen von 59,7 Milliarden Euro (VATM, Mai 2026).
  • Der Geschäftskundenmarkt soll 2026 bei 20,6 Milliarden Euro liegen, davon entfallen 67 % auf die Telekom (VATM, Mai 2026).
  • Mit Servicerufnummern werden 2026 voraussichtlich 226 Millionen Euro umgesetzt, nach 230 Millionen Euro im Vorjahr (VATM, Mai 2026).
  • In der Telekommunikationsbranche arbeiteten Ende 2025 noch 122.600 Beschäftigte, 4,2 % weniger als im Vorjahr (Bundesnetzagentur, Juni 2026).

Kupfer-Aus und Glasfaser: Was bedeutet das für bestehende Telefonanlagen?

Die IP-Umstellung ist erledigt, der nächste Wechsel ist bereits angekündigt. Mit dem Ende des Kupfernetzes müssen viele Betriebe ihre Anschlüsse und damit oft auch ihre Telefonie neu denken. Wer früh plant, entscheidet selbst über den Zeitpunkt, statt vom Vermarktungsstopp überrascht zu werden.

Aktive Festnetz-Breitbandanschlüsse in Deutschland Ende 2025 nach Technologie: DSL, Kabel und Glasfaser, in Millionen
Abbildung 2: Noch laufen die meisten Festnetzanschlüsse über Kupfer, doch Glasfaser wächst schnell und wird den Wechsel erzwingen. Quelle: Bundesnetzagentur, Jahresbericht Telekommunikation 2025, Juni 2026. Eigene Darstellung der veröffentlichten Werte, erstellt am 20. Oktober 2026.

Wie weit ist die Umstellung auf IP-Telefonie?

Analoge und ISDN-Anschlüsse spielen im Festnetz praktisch keine Rolle mehr.

  • Der Gesamtbestand an Festnetz-Sprachzugängen sank von 38,4 Millionen auf 37,9 Millionen; davon entfielen 16,7 Millionen auf die Telekom und 21,2 Millionen auf Wettbewerber (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Zusätzlich gab es Ende 2025 rund 0,3 Millionen virtuelle Sprachzugänge wie SIP-Trunks und Cloud-Telefonie, die in den IP-Zahlen nicht enthalten sind (Bundesnetzagentur, Juni 2026).

Wann wird das Kupfernetz abgeschaltet?

Ein festes Datum gibt es noch nicht, aber die Bundesnetzagentur hat klare Vorlaufzeiten vorgeschlagen.

  • Mindestens 24 Monate vor der tatsächlichen Abschaltung soll die Vermarktung kupferbasierter Angebote enden (Bundesnetzagentur, Januar 2026).
  • Mindestens zwölf Monate vor diesem Vermarktungsstopp soll die Abschaltung angezeigt werden (Bundesnetzagentur, Januar 2026).
  • 52 % der Netzbetreiber würden ihren Glasfaserausbau ohne einen regelgebundenen Fahrplan für die Kupfer-Glas-Migration einschränken (BREKO, September 2026).
  • Hält das Ausbautempo der letzten fünf Jahre an, gibt es bis 2030 mehr aktiv genutzte Glasfaser- als DSL-Anschlüsse (BREKO, September 2026).

Wie verbreitet ist Glasfaser heute?

Die Leitungen liegen zunehmend, genutzt werden sie noch zu selten.

  • DSL ist mit 22,7 Millionen Anschlüssen noch immer die häufigste Festnetz-Breitbandtechnologie (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Über Kabelnetze (HFC) liefen Ende 2025 rund 8,5 Millionen Anschlüsse (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Die Zahl der aktiven Glasfaseranschlüsse stieg von 5,3 auf 6,4 Millionen (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Der Glasfaseranteil an allen aktiven Festnetz-Breitbandanschlüssen wuchs von 13,7 % auf 16,5 % (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Ende 2025 waren 27,1 Millionen Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser versorgt (Homes passed) (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Nur 24 % der versorgten Haushalte und Unternehmen nutzen ihren Glasfaseranschluss tatsächlich (Take-up-Rate) (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Mitte 2025 lag die Versorgungsquote mit Glasfaser bis ins Gebäude oder in die Wohnung bei 44 % (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Laut BREKO waren Mitte 2026 bereits 62,0 % der Haushalte und Unternehmen, also 28,7 Millionen, mit Glasfaser erschlossen (BREKO, September 2026).
  • Zum selben Zeitpunkt zählt der BREKO 7,9 Millionen aktive Glasfaseranschlüsse (BREKO, September 2026).
  • Ein Hausanschluss (Hausstich) kostet im Schnitt 1.950 Euro (BREKO, September 2026).
  • Für Ende 2026 erwartet der VATM 32,0 Millionen mit Glasfaser versorgte Haushalte und Unternehmen (VATM, Mai 2026).
  • 88,6 % der Haushalte und KMU können dann über gigabitfähige Anschlüsse versorgt werden (VATM, Mai 2026).
  • Die Zahl der Anschlüsse mit mindestens 1.000 Mbit/s stieg von 2,5 auf 3 Millionen (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Über einen Festnetz-Breitbandanschluss liefen 2025 im Schnitt rund 376 GB Daten pro Monat (Bundesnetzagentur, Juni 2026).
  • Die Telekommunikationsunternehmen investierten 2025 rund 15,3 Milliarden Euro in Sachanlagen (Bundesnetzagentur, Juni 2026).

Steht bei Ihnen ein Anschlusswechsel an, lohnt der Blick auf die Telefonie gleich mit. Ob eine bestehende Telefonanlage weiter betreut oder auf VoIP umgestellt werden sollte, klären wir gern im kostenlosen IT-Check.

Cloud oder eigene Anlage: Wie weit ist der Mittelstand?

Die Cloud ist im Mittelstand angekommen, aber nicht überall gleich. Große Unternehmen sind fast vollständig umgestiegen, kleine Betriebe hinken hinterher. Gleichzeitig zeigt sich, dass Abhängigkeit von der Cloud ein eigenes Risiko ist, das geplant werden will.

Anteil der Unternehmen mit Nutzung kostenpflichtiger Cloud-Dienste 2025 nach Beschäftigtengrößenklasse, in Prozent
Abbildung 3: Je kleiner das Unternehmen, desto seltener nutzt es Cloud-Dienste; zwischen kleinen und großen Betrieben liegen 35 Prozentpunkte. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), IKT-Erhebung 2025, November 2025. Eigene Darstellung der veröffentlichten Werte, erstellt am 20. Oktober 2026.

Wie viele Unternehmen nutzen Cloud-Dienste?

Mehr als jedes zweite Unternehmen ab zehn Beschäftigten bezieht IT-Dienste bereits aus der Cloud.

  • 54 % der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten nutzten 2025 kostenpflichtige Cloud-Dienste (Destatis, November 2025).
  • Bei mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten lag der Anteil bei 65 % (Destatis, November 2025).
  • Großunternehmen ab 250 Beschäftigten nutzen Cloud-Dienste zu 86 % (Destatis, November 2025).
  • Am häufigsten kommen Cloud-Dienste für E-Mail zum Einsatz (76 %) (Destatis, November 2025).
  • Office-Anwendungen wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulation kommen bei 68 % aus der Cloud (Destatis, November 2025).
  • ERP- und CRM-Software nutzen jeweils nur 23 % als Cloud-Lösung (Destatis, November 2025).

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der Cloud-Strategie?

Kommunikation gehört zu den Anwendungen, die Unternehmen künftig am häufigsten aus der Cloud beziehen wollen.

  • 86 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen 2026 Cloud Computing, nach 90 % im Vorjahr (Bitkom, September 2026).
  • Im Schnitt laufen 47 % der IT-Anwendungen aus der Cloud; in fünf Jahren sollen es 58 % sein (Bitkom, September 2026).
  • 81 % der Unternehmen erwarten, dass Kommunikationsanwendungen aus der Cloud in fünf Jahren für sie relevant sind (Bitkom, September 2026).
  • 17 % der Cloud-Nutzer verfolgen eine Cloud-only-Strategie (Bitkom, September 2026).
  • Bei 64 % der Cloud-Nutzer stiegen die Betriebskosten 2025 (Bitkom, September 2026).
  • 54 % rechnen auch für 2026 mit steigenden Cloud-Kosten (Bitkom, September 2026).
  • 91 % der Unternehmen bevorzugen einen Cloud-Anbieter aus Deutschland (Bitkom, September 2026).
  • 85 % halten Deutschland für zu abhängig von US-Cloud-Anbietern, nach 78 % im Vorjahr (Bitkom, September 2026).

Was passiert, wenn die Cloud ausfällt?

Ausfälle sind kein Randrisiko, und viele Betriebe sind darauf nur teilweise vorbereitet.

  • 9 % der Unternehmen könnten bei einem Cloud-Ausfall sofort nicht mehr weiterarbeiten (Bitkom, Juli 2026).
  • Im Schnitt könnten Cloud-Nutzer nach eigener Einschätzung rund 78 Stunden ohne Cloud weiterarbeiten (Bitkom, Juli 2026).
  • 28 % der Cloud-Nutzer hatten in den vergangenen zwölf Monaten schwerwiegende Cloud-Ausfälle (Bitkom, Juli 2026).
  • 82 % der Cloud-Nutzer haben Notfall- und Wiederanlaufpläne (Bitkom, Juli 2026).
  • 66 % können einen Notbetrieb mit lokalen Lösungen starten (Bitkom, Juli 2026).
  • Nur 8 % setzen zur Absicherung auf einen zweiten Cloud-Anbieter (Bitkom, Juli 2026).

Erreichbarkeit: Wie telefonieren Büro, Homeoffice und Kundenservice zusammen?

Erreichbarkeit ist heute die eigentliche Aufgabe einer Telefonanlage. Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest zeitweise von zu Hause, und Kunden erwarten trotzdem, dass jemand abnimmt. Genau hier entscheidet sich, ob Ihre Telefonie Umsatz sichert oder Anrufe verliert.

Anteil der Erwerbstätigen, die 2025 zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiteten, nach Unternehmensgröße, in Prozent
Abbildung 4: Homeoffice ist längst auch im Mittelstand verbreitet, und jede Person außerhalb des Büros muss unter der Geschäftsnummer erreichbar bleiben. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung zum Homeoffice 2025, April 2026. Eigene Darstellung der veröffentlichten Werte, erstellt am 20. Oktober 2026.

Wie viele Beschäftigte arbeiten außerhalb des Büros?

Homeoffice ist auf das Niveau der Pandemiezeit zurückgekehrt und betrifft auch kleinere Betriebe.

  • Vor der Pandemie, im Jahr 2019, arbeiteten erst 13 % der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause (Destatis, April 2026).
  • In kleinen Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten lag der Homeoffice-Anteil 2025 bei 19 % (Destatis, April 2026).
  • In mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten waren es 23 % (Destatis, April 2026).
  • In großen Unternehmen ab 250 Beschäftigten lag der Anteil bei 35 % (Destatis, April 2026).
  • 24 % der Homeoffice-Nutzenden arbeiteten 2025 ausschließlich von zu Hause (Destatis, April 2026).
  • 46 % der Homeoffice-Nutzenden arbeiteten an weniger als der Hälfte ihrer Arbeitstage zu Hause, also hybrid (Destatis, April 2026).
  • In IT-Dienstleistungen, Unternehmensberatung sowie Verwaltung und Führung von Unternehmen arbeiteten jeweils 74 % zumindest gelegentlich von zu Hause (Destatis, April 2026).
  • Deutschland liegt damit leicht über dem EU-Durchschnitt von 23 % (Destatis, April 2026).

Welche Erreichbarkeit erwarten Kunden und Kollegen?

Die Erwartung an Erreichbarkeit endet nicht mit dem Feierabend, und das Telefon bleibt der wichtigste Kanal.

  • 66 % der Berufstätigen mit geplantem Sommerurlaub sind währenddessen beruflich erreichbar (Bitkom, Juli 2024).
  • Von denen, die im Urlaub erreichbar sind, sind 65 % telefonisch erreichbar (Bitkom, Juli 2024).
  • 46 % von ihnen gehen davon aus, dass Kundinnen und Kunden diese Erreichbarkeit erwarten (Bitkom, Juli 2024).

Wie zufrieden sind Kunden mit Mensch, Rückruf und Chatbot?

Der persönliche Kontakt überzeugt am meisten; automatisierte Kanäle liegen deutlich dahinter.

  • 86 % derjenigen, die Kontakt mit einem menschlichen Ansprechpartner hatten, waren mit diesem Service zufrieden (Bitkom, Mai 2025).
  • 40 % der Online-Shopper würden gern einen Rückruf über die Website vereinbaren (Bitkom, Mai 2025).
  • 52 % wünschen sich einen E-Mail-Service (Bitkom, Mai 2025).
  • Chatbots wünschen sich nur 36 % der Online-Shopper (Bitkom, Mai 2025).
  • Mit Chatbots ist nur die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer zufrieden (50 %) (Bitkom, Mai 2025).

Wie Mitarbeitende unterwegs und im Homeoffice unter der zentralen Nummer erreichbar bleiben, zeigt unser Beitrag zur Geschäftsnummer auf dem Handy. Eine Cloud-Telefonanlage verbindet Büro, Homeoffice und mehrere Standorte über eine gemeinsame Plattform.

Sicherheit am Telefon: Wie groß ist die Gefahr durch Betrug, Robo-Calls und Deepfakes?

Das Telefon ist zum Einfallstor geworden, gerade weil wir ihm vertrauen. Automatisierte Anrufe und täuschend echte Stimmen verursachen in Unternehmen deutlich häufiger Schäden als noch vor einem Jahr. Eine bekannte Stimme am Telefon ist kein Nachweis mehr.

Anteil der Unternehmen mit Schäden durch Robo-Calls und Deepfakes 2025 und 2026, in Prozent
Abbildung 5: Schäden durch automatisierte Robo-Calls haben sich binnen eines Jahres fast verfünffacht, Schäden durch Deepfakes verdoppelt. Quelle: Bitkom, Wirtschaftsschutz 2026, September 2026. Eigene Darstellung der veröffentlichten Werte, erstellt am 20. Oktober 2026.

Wie verbreitet ist Rufnummernmissbrauch?

Die Beschwerden sind zurückgegangen, liegen aber weiter auf hohem Niveau.

  • Die Bundesnetzagentur schaltete 2025 rund 6.200 missbräuchlich genutzte Rufnummern ab (Bundesnetzagentur, Februar 2026).
  • Für mehr als 2.000 Rufnummern verhängte sie Verbote, unrechtmäßige Rechnungen zu stellen oder Zahlungen einzufordern (Bundesnetzagentur, Februar 2026).
  • Im Jahr 2024 hatte die Bundesnetzagentur noch 154.624 Beschwerden erhalten (Bundesnetzagentur, Januar 2025).
  • 2023 waren es 143.061 Beschwerden (Bundesnetzagentur, Januar 2025).
  • Rund 60 % der Beschwerden 2024 betrafen unerwünschte SMS- und Messenger-Nachrichten (Bundesnetzagentur, Januar 2025).

Welche telefonbezogenen Angriffe treffen Unternehmen?

Neben Robo-Calls wachsen vor allem Deepfakes und das Abhören von Gesprächen.

  • Der Anteil der Unternehmen mit Schäden durch Deepfakes verdoppelte sich von 4 % auf 8 % (Bitkom, September 2026).
  • 33 % der Unternehmen waren sicher oder vermutlich davon betroffen, dass Besprechungen oder Telefonate vor Ort abgehört wurden (Bitkom, September 2026).
  • Spoofing, also das Vortäuschen einer fremden Identität oder Absenderkennung, verursachte bei 11 % der Unternehmen Schäden (Bitkom, September 2026).
  • Phishing führte bei 16 % der Unternehmen zu Schäden (Bitkom, September 2026).
  • 82 % der Unternehmen gehen sicher oder vermutlich davon aus, dass Angreifer verstärkt KI einsetzen (Bitkom, September 2026).
  • Als Hinweis auf KI nennen 48 % der Unternehmen, die verstärkten KI-Einsatz wahrnehmen, die hohe Qualität gefälschter Audio- oder Videoaufnahmen (Bitkom, September 2026).

Wie groß ist der Schaden insgesamt?

Die Schadenssumme bleibt enorm, und die meisten Schäden entstehen digital.

  • 96 % der Unternehmen waren zuletzt von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen oder vermuten es (Bitkom, September 2026).
  • Den Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft beziffert Bitkom auf 211 bis 270,8 Milliarden Euro (Bitkom, September 2026).
  • 76 % dieses Schadens gehen auf Cyberangriffe zurück (Bitkom, September 2026).
  • 59 % der Unternehmen mit Cyberschaden nennen eine unzureichende Erkennung von Sicherheitsvorfällen als Ursache (Bitkom, September 2026).

Erkennen Menschen gefälschte Stimmen und Videos?

Die meisten sind schon auf Deepfakes gestoßen, aber nur eine Minderheit traut sich die Erkennung zu.

  • 61 % der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren sind nach eigener Aussage schon einmal sicher oder vermutlich auf Deepfakes gestoßen (Bitkom, Juni 2026).
  • Nur 34 % trauen sich zu, Deepfakes zu erkennen (Bitkom, Juni 2026).
  • 89 % halten Deepfakes für gefährlich (Bitkom, Juni 2026).

Zahlungsfreigaben und geänderte Bankverbindungen sollten deshalb nie allein am Telefon bestätigt werden. Wie Sie Telefonie und IT gemeinsam absichern, besprechen wir gern im unverbindlichen Erstgespräch.

KI-Telefonassistenten: Wohin entwickelt sich die Telefonie?

KI ist in der Telefonie angekommen, bevor die meisten Betriebe einen Plan dafür haben. Spracherkennung gehört bereits zu den häufigsten KI-Anwendungen, und der Kundenkontakt ist das wichtigste Einsatzfeld. Die Hürden sind weniger technisch als organisatorisch: Wissen, Recht und Datenschutz.

Anteil der Unternehmen ab 20 Beschäftigten, die KI einsetzen, 2024 bis 2026, in Prozent
Abbildung 6: Innerhalb von zwei Jahren hat sich der KI-Einsatz in Unternehmen ab 20 Beschäftigten fast verdreifacht. Quelle: Bitkom, Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI, September 2026. Eigene Darstellung der veröffentlichten Werte, erstellt am 20. Oktober 2026.

Wie verbreitet ist KI in Unternehmen?

Je nach Erhebung nutzt ein Viertel bis gut die Hälfte der Unternehmen KI; die Zahlen unterscheiden sich, weil unterschiedliche Unternehmensgrößen befragt wurden.

  • Laut amtlicher Statistik nutzten 2025 26 % der Unternehmen ab zehn Beschäftigten KI-Technologien (Destatis, November 2025).
  • Bei kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten lag der Anteil bei 23 % (Destatis, November 2025).
  • Mittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten nutzten KI zu 36 % (Destatis, November 2025).
  • Fast jeder vierte Betrieb nutzte 2025 generative KI, 2023 waren es erst 5 % (IAB, Mai 2026).
  • In Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten lag die Nutzung generativer KI bei 21 % (IAB, Mai 2026).
  • 90 % der Betriebe mit generativer KI nutzen frei zugängliche Anwendungen (IAB, Mai 2026).

Welche Rolle spielen Sprache und Kundenkontakt?

Sprachtechnologie ist eine der wichtigsten KI-Anwendungen, und genau darauf bauen KI-Telefonassistenten auf.

  • 42 % der KI-nutzenden Unternehmen setzen Spracherkennung ein (Destatis, November 2025).
  • 35 % nutzen KI zur Erzeugung natürlicher Sprache einschließlich Programmiercode (Destatis, November 2025).
  • 11 % der Unternehmen setzen bereits KI-Agenten ein, weitere 29 % planen das (Bitkom, September 2026).
  • 66 % der KI-Nutzer sehen ihre Wettbewerbsposition durch KI verbessert (Bitkom, September 2026).
  • 59 % der KI-Nutzer schöpfen das Potenzial nach eigener Einschätzung überhaupt nicht aus (Bitkom, September 2026).

Was bremst den KI-Einsatz?

Es fehlt vor allem an Wissen, und Fragen zu Recht und Datenschutz verunsichern.

  • 72 % der Unternehmen, die KI erwogen, aber nicht eingeführt haben, nennen fehlendes Wissen als Grund (Destatis, November 2025).
  • 62 % nennen Unklarheit über rechtliche Folgen (Destatis, November 2025).
  • 60 % haben Bedenken beim Datenschutz (Destatis, November 2025).
  • 45 % sehen eine fehlende Kompatibilität mit vorhandenen Geräten, Software und Systemen (Destatis, November 2025).
  • 85 % der Unternehmen ohne KI fehlt technisches Know-how (Bitkom, September 2026).
  • 66 % der Unternehmen bewerten die KI-Kompetenzen ihrer Beschäftigten als gering (Bitkom, September 2026).

Welche Erfahrungen Mittelständler mit KI am Telefon tatsächlich machen, lesen Sie in unserem Beitrag KI-Telefonassistent: Erfahrungen im Mittelstand.

Methodik und Quellen

Für diese Seite haben wir ausschließlich Primärquellen verwendet: amtliche Statistiken (Statistisches Bundesamt), Berichte und Pressemitteilungen der Bundesnetzagentur sowie Studien der Verbände und Institute, die die Daten selbst erhoben haben (Bitkom, VATM, BREKO, IAB). Statistik-Sammlungen und Blogs, die Zahlen nur weitergeben, haben wir nicht zitiert. Jede Zahl wurde am 20. Oktober 2026 in der verlinkten Originalquelle geprüft. Erhebungen mit unterschiedlicher Befragungsbasis, etwa Unternehmen ab 10 oder ab 20 Beschäftigten, weisen wir getrennt aus. Die Abbildungen sind eigene Darstellungen der veröffentlichten Werte. Wir aktualisieren diese Seite monatlich.

Glossar

  • All-IP / IP-Telefonie: Telefonie, bei der Sprache als Datenpakete über das Internetprotokoll übertragen wird.
  • VoIP (Voice over IP): Technische Grundlage der IP-Telefonie, nutzbar für lokale wie cloudbasierte Telefonanlagen.
  • SIP-Trunk: Virtueller Anschluss, der eine Telefonanlage über das Internet mit dem Telefonnetz verbindet.
  • Cloud-Telefonie: Telefonanlage, die beim Anbieter im Rechenzentrum betrieben und über das Internet genutzt wird.
  • VoLTE: Telefonie über das LTE-Mobilfunknetz.
  • DSL: Internetzugang über die Kupfer-Telefonleitung.
  • HFC: Hybrid Fiber Coax, das Breitbandkabelnetz.
  • FttH / FttB: Glasfaser bis in die Wohnung (Home) beziehungsweise bis ins Gebäude (Building).
  • Homes passed: Haushalte und Unternehmen, bei denen Glasfaser in der Straße anliegt und ein Anschluss möglich ist.
  • Take-up-Rate: Anteil der versorgten Haushalte und Unternehmen, die einen Glasfaseranschluss tatsächlich nutzen.
  • Kupfer-Glas-Migration: Geordneter Wechsel vom Kupfernetz zum Glasfasernetz bis zur Abschaltung der Kupferleitungen.
  • Robo-Call: Automatisierter, oft massenhaft abgesetzter Anruf mit Bandansage oder synthetischer Stimme.
  • Deepfake: Mit KI erzeugte oder manipulierte Audio-, Bild- oder Videoaufnahme.
  • Spoofing: Vortäuschen einer fremden Identität, etwa einer gefälschten Rufnummer.
  • KMU: Kleine und mittlere Unternehmen.

Quellen

Stefan Heibach – Mitgründer von InnovaCOM

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