Was ist Managed Backup?

Managed Backup ist Datensicherung als Dienstleistung: Ein IT-Dienstleister richtet die Sicherung von Servern, Arbeitsplätzen und Cloud-Daten ein, überwacht jeden Sicherungslauf, behebt Fehler und testet regelmäßig die Wiederherstellung. Das Unternehmen zahlt meist einen monatlichen Betrag und muss sich nicht selbst um die Technik kümmern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Managed Backup ist der Dienstleister verantwortlich, dass Sicherungen laufen und sich zurückspielen lassen.
  • Mindestens eine Kopie sollte vom Netz getrennt aufbewahrt werden, damit Ransomware sie nicht erreicht.
  • Nur eine getestete Wiederherstellung beweist, dass ein Backup funktioniert.
  • Wie viel Datenverlust und wie viel Ausfallzeit tragbar sind, wird vorab festgelegt und vertraglich vereinbart.
  • Werden personenbezogene Daten gesichert, braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Alle Begriffe von A bis Z

Wie funktioniert Managed Backup?

Der Dienstleister installiert eine Backup-Software, die Server, Arbeitsplätze und Cloud-Dienste nach einem festen Zeitplan sichert. Die Sicherungen landen meist zuerst auf einem lokalen Speicher, etwa einem NAS, und werden dann an einen zweiten Ort kopiert, zum Beispiel in ein Rechenzentrum.

Jeder Sicherungslauf meldet sein Ergebnis an ein zentrales Monitoring. Schlägt eine Sicherung fehl, sieht das der Dienstleister am nächsten Morgen und behebt die Ursache, bevor eine Lücke entsteht. Dazu kommen regelmäßige Wiederherstellungstests und ein Bericht an das Unternehmen.

Das BSI nennt Backups die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Ransomware. Mindestens eine Kopie soll offline gesichert und nach dem Backup von den übrigen Systemen getrennt werden; die Wiederherstellung soll regelmäßig geübt werden.[1] Auch die DSGVO verlangt die Fähigkeit, Daten nach einem technischen Zwischenfall rasch wiederherzustellen.[2]

Was ein Managed-Backup-Vertrag regeln sollte

PunktFrage, die der Vertrag beantwortet
UmfangWelche Server, Arbeitsplätze und Cloud-Dienste werden gesichert?
Häufigkeit (RPO)Wie viele Stunden Arbeit dürfen im schlimmsten Fall verloren gehen?
Wiederherstellungszeit (RTO)Wie schnell muss ein System wieder laufen?
SpeicherorteWo liegen die Kopien, und welche ist vom Netz getrennt?
AufbewahrungWie lange werden ältere Stände aufgehoben?
TestsWie oft wird eine Wiederherstellung getestet und dokumentiert?
BerichteWas erfährt das Unternehmen, und wie oft?
DatenschutzGibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und wo stehen die Rechenzentren?

Die bekannte 3-2-1-Regel ist ein guter Maßstab für die Speicherorte: drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Speichermedien, eine davon außerhalb des Unternehmens.

Beispiel aus der Praxis

Eine Rechtsanwaltskanzlei mit zwölf Arbeitsplätzen sichert ihren Server jede Nacht vollständig auf ein NAS im Büro. So lässt sich ein Server an einem Vormittag wiederherstellen. Die Aktenablage wird zusätzlich stündlich gesichert; verloren gehen höchstens eine Stunde Arbeit. Eine Kopie geht jede Nacht in ein deutsches Rechenzentrum und kann dort für 30 Tage nicht verändert oder gelöscht werden. Einmal im Quartal stellt der Dienstleister testweise eine komplette Akte und einen Server wieder her und dokumentiert das Ergebnis.

Managed Backup vs. Cloud-Backup

Managed BackupCloud-Backup
Was ist es?ein Dienst: Einrichtung, Überwachung, Testsein Speicherort für Sicherungen
Wer kümmert sich?der Dienstleistermeist das Unternehmen selbst
Speicherortelokal und extern kombiniertim Rechenzentrum des Anbieters
Wiederherstellungwird regelmäßig getestetmuss selbst geprüft werden

Ein Cloud-Backup kann Teil eines Managed Backup sein. Der Unterschied liegt in der Verantwortung, nicht im Speicherort.

Kurz gesagt

Beim Managed Backup übernimmt ein Dienstleister die komplette Datensicherung: Einrichtung, tägliche Überwachung, Fehlerbehebung und regelmäßige Wiederherstellungstests. Das Unternehmen legt fest, wie viel Datenverlust und Ausfallzeit tragbar sind. Eine vom Netz getrennte Kopie schützt dabei vor Ransomware.

Häufige Fragen

Reicht ein NAS im Büro als Backup?

Nein. Ein NAS im selben Netz kann bei einem Ransomware-Angriff mit verschlüsselt werden und bei Brand oder Wasserschaden mit verloren gehen. Mindestens eine Kopie gehört vom Netz getrennt an einen anderen Ort.[1]

Wie oft sollte die Wiederherstellung getestet werden?

Regelmäßig, wie es auch das BSI empfiehlt.[1] In der Praxis bewährt sich ein Test pro Quartal sowie nach jeder größeren Änderung, etwa einem neuen Server.

Brauche ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Ja, sobald der Dienstleister personenbezogene Daten sichert, etwa Kunden- oder Mitarbeiterdaten. Die DSGVO schreibt dafür einen Vertrag mit festgelegten Pflichten vor.[3]

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Quellen

Für Fakten nutzen wir Primärquellen: Gesetze, Behörden, Normen und Herstellerangaben.

  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Maßnahmenkatalog Ransomware, Version 1.0, Februar 2022. Abgerufen am 02.11.2026.
  2. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 32 Abs. 1 lit. c. Abgerufen am 02.11.2026.
  3. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 28. Abgerufen am 02.11.2026.

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