Wie läuft eine Portierung ab?
- Sie beauftragen den neuen Anbieter und erteilen ihm eine Portierungsvollmacht.
- Der neue Anbieter fordert die Nummern beim alten Anbieter an.
- Beide vereinbaren einen Termin; an diesem Tag wechseln die Nummern.
- Am Umschalttag werden Telefonanlage oder Cloud-Anlage auf die neuen Zugangsdaten umgestellt.
Die Angaben in der Vollmacht müssen exakt zum alten Vertrag passen: Firmenname, Anschrift, Kundennummer und alle Rufnummern. Schon eine abweichende Schreibweise kann die Portierung verzögern.
Ihre Rechte nach dem Telekommunikationsgesetz
| Regel | Was gilt |
|---|---|
| Anspruch | Anbieter müssen die Beibehaltung der Rufnummer auf Antrag sicherstellen.[1] |
| Antragsfrist | bis zu einen Monat nach Vertragsende[1] |
| Aktivierung | am vereinbarten Tag, spätestens am folgenden Arbeitstag[1] |
| Unterbrechung | beim Anbieterwechsel höchstens ein Arbeitstag[1] |
| Entschädigung bei Verzug der Portierung | 10 € pro Tag[1] |
| Entschädigung bei längerer Unterbrechung | 10 € oder 20 % des Monatsentgelts pro Tag, je nachdem, was höher ist[1] |
| Grenze | keine Portierung zwischen Festnetz mit festem Standort und Diensten ohne festen Standort[1] |
Festnetznummern tragen eine Ortsnetzkennzahl, die auf den Standort des Anschlusses schließen lässt.[2] Ziehen Sie in ein anderes Ortsnetz um, klären Sie mit dem Anbieter vorab, ob die Nummer bleiben kann.
Beispiel aus der Praxis
Eine Rechtsanwaltskanzlei wechselt von einer ISDN-Anlage zu einer Cloud-Telefonanlage. Sie hat eine Kopfnummer mit einem Block von 20 Durchwahlen. Der neue Anbieter beantragt den kompletten Block, die Portierung wird auf einen Freitagnachmittag gelegt. Am Vormittag sind alle Telefone in der Cloud-Anlage vorbereitet; nach der Umschaltung um 14 Uhr wird jede Durchwahl einmal angerufen. Am Montag läuft alles, ohne dass ein Mandant etwas bemerkt hat.
Kurz gesagt
Bei der Rufnummernportierung nehmen Sie Ihre Telefonnummern zum neuen Anbieter mit. Das Gesetz garantiert die Mitnahme, eine Aktivierung spätestens am folgenden Arbeitstag und eine Entschädigung bei Verzug. Entscheidend für einen reibungslosen Ablauf sind exakte Angaben in der Vollmacht und ein gut gewählter Umschalttermin.
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