Was ist ein Backup?

Ein Backup ist eine Sicherungskopie von Daten, Programmen oder ganzen Systemen, die getrennt vom Original aufbewahrt wird. Gehen die Originaldaten durch einen Defekt, versehentliches Löschen, Diebstahl oder einen Cyberangriff verloren, lassen sie sich aus dem Backup wiederherstellen. Ein Backup ist erst dann wirksam, wenn die Wiederherstellung getestet ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Backup ist eine getrennt aufbewahrte Kopie, aus der sich Daten wiederherstellen lassen.
  • Es schützt vor Defekten, Löschen, Diebstahl, Brand und Cyberangriffen.
  • Mindestens eine Kopie gehört außer Haus und eine vom Netz getrennt.
  • Wie oft gesichert wird, bestimmt, wie viel Arbeit im Ernstfall verloren geht.
  • Nur eine getestete Wiederherstellung beweist, dass das Backup funktioniert.

Wovor ein Backup schützt

RisikoBeispiel
HardwaredefektFestplatte im Server fällt aus
VersehenOrdner gelöscht, Datei überschrieben
SchadsoftwareRansomware verschlüsselt den Server
Diebstahl und VerlustNotebook im Zug vergessen
Brand, Wasser, EinbruchServerraum zerstört

Die DSGVO verlangt von Unternehmen die Fähigkeit, die Verfügbarkeit personenbezogener Daten nach einem physischen oder technischen Zwischenfall rasch wiederherzustellen.[1] Ohne Backup ist das nicht möglich.

Arten von Backups

ArtWas gesichert wirdVorteilNachteil
Vollbackupalleseinfachste Wiederherstellungdauert lange, braucht viel Platz
Inkrementellnur Änderungen seit dem letzten Backupschnell und platzsparendWiederherstellung braucht die ganze Kette
DifferenziellÄnderungen seit dem letzten Vollbackupeinfacher als inkrementellwächst bis zum nächsten Vollbackup
Image-Backupganzes System mit BetriebssystemServer läuft schnell wiedergroße Datenmengen

Moderne Backup-Software kombiniert diese Arten automatisch und hält viele Versionen vor, ohne jedes Mal alles neu zu speichern.

Was ein gutes Backup ausmacht

  1. Mehrere Kopien an verschiedenen Orten: Die 3-2-1-Regel empfiehlt drei Kopien auf zwei Medientypen, eine davon außer Haus.[2]
  2. Eine Kopie vom Netz getrennt: Das BSI nennt Backups die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Ransomware und empfiehlt mindestens eine Offline-Kopie.[3]
  3. Regelmäßige Tests: Die Wiederherstellung muss regelmäßig praktisch geprüft werden.[3]
  4. Überwachung: Fehlgeschlagene Sicherungen fallen sofort auf, nicht erst im Ernstfall.
  5. Passende Häufigkeit: so oft, wie es der tragbare Datenverlust verlangt.

Beispiel aus der Praxis

Ein Großhandel sichert seinen Server nachts auf ein NAS im Büro und kopiert die Sicherung anschließend in ein Rechenzentrum. Die Warenwirtschaft wird zusätzlich alle zwei Stunden gesichert. Als ein Mitarbeiter versehentlich einen Kundenordner löscht, ist er nach zehn Minuten aus dem NAS zurück. Als im Sommer ein Wasserschaden den Serverraum trifft, kommt das System aus der Kopie im Rechenzentrum: Nach einem Tag läuft der Betrieb auf Ersatzhardware.

Backup vs. Archivierung

Ein Backup dient der Wiederherstellung und wird regelmäßig überschrieben. Eine Archivierung bewahrt Daten unverändert über lange Zeit auf, etwa aus steuerlichen Gründen. Ein Backup ersetzt keine revisionssichere Archivierung und umgekehrt.

Kurz gesagt

Ein Backup ist eine getrennt aufbewahrte Kopie, aus der Daten nach einem Verlust wiederhergestellt werden. Gut ist es erst mit mehreren Kopien an verschiedenen Orten, einer Kopie vom Netz getrennt, laufender Überwachung und regelmäßig getesteter Wiederherstellung.

Weiterlesen: Backup-Strategie für die Firma erstellen, Sechs Maßnahmen gegen Datenverlust, Wie oft Backups testen?

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Unternehmen sichern?

Mindestens täglich, für wichtige Daten wie Warenwirtschaft oder Dateiablage auch mehrmals am Tag. Maßstab ist, wie viele Stunden Arbeit im schlimmsten Fall verloren gehen dürfen.

Ist eine Festplatten-Spiegelung (RAID) ein Backup?

Nein. RAID schützt vor dem Ausfall einer Festplatte, aber nicht vor Löschen, Ransomware oder Brand. Ein Fehler wird sofort auf alle Platten gespiegelt.

Muss ich Microsoft 365 sichern?

Microsoft hält die Dienste verfügbar, ein Backup im Sinne einer unabhängigen Wiederherstellung gelöschter oder verschlüsselter Daten ist das nicht. Eine eigene Sicherung ist empfehlenswert.

Wie lange sollte ein Backup aufbewahrt werden?

Mehrere Wochen bis Monate, damit sich auch Fehler zurückholen lassen, die erst spät bemerkt werden. Steuerliche Aufbewahrungsfristen sind eine Frage der Archivierung.

Wann wurde Ihr Backup zuletzt erfolgreich zurückgespielt? Wir prüfen Ihre Datensicherung im kostenlosen IT-Check.

IT-Check vereinbaren

Quellen

Für Fakten nutzen wir Primärquellen: Gesetze, Behörden, Normen und Herstellerangaben.

  1. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 32 – Sicherheit der Verarbeitung, Abs. 1 lit. c. Abgerufen am 05.11.2026.
  2. Paul Ruggiero und Matthew A. Heckathorn für US-CERT: Data Backup Options, 2012. Abgerufen am 05.11.2026.
  3. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Maßnahmenkatalog Ransomware, Version 1.0, Februar 2022. Abgerufen am 05.11.2026.