Wovor ein Backup schützt
| Risiko | Beispiel |
|---|---|
| Hardwaredefekt | Festplatte im Server fällt aus |
| Versehen | Ordner gelöscht, Datei überschrieben |
| Schadsoftware | Ransomware verschlüsselt den Server |
| Diebstahl und Verlust | Notebook im Zug vergessen |
| Brand, Wasser, Einbruch | Serverraum zerstört |
Die DSGVO verlangt von Unternehmen die Fähigkeit, die Verfügbarkeit personenbezogener Daten nach einem physischen oder technischen Zwischenfall rasch wiederherzustellen.[1] Ohne Backup ist das nicht möglich.
Arten von Backups
| Art | Was gesichert wird | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Vollbackup | alles | einfachste Wiederherstellung | dauert lange, braucht viel Platz |
| Inkrementell | nur Änderungen seit dem letzten Backup | schnell und platzsparend | Wiederherstellung braucht die ganze Kette |
| Differenziell | Änderungen seit dem letzten Vollbackup | einfacher als inkrementell | wächst bis zum nächsten Vollbackup |
| Image-Backup | ganzes System mit Betriebssystem | Server läuft schnell wieder | große Datenmengen |
Moderne Backup-Software kombiniert diese Arten automatisch und hält viele Versionen vor, ohne jedes Mal alles neu zu speichern.
Was ein gutes Backup ausmacht
- Mehrere Kopien an verschiedenen Orten: Die 3-2-1-Regel empfiehlt drei Kopien auf zwei Medientypen, eine davon außer Haus.[2]
- Eine Kopie vom Netz getrennt: Das BSI nennt Backups die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Ransomware und empfiehlt mindestens eine Offline-Kopie.[3]
- Regelmäßige Tests: Die Wiederherstellung muss regelmäßig praktisch geprüft werden.[3]
- Überwachung: Fehlgeschlagene Sicherungen fallen sofort auf, nicht erst im Ernstfall.
- Passende Häufigkeit: so oft, wie es der tragbare Datenverlust verlangt.
Beispiel aus der Praxis
Ein Großhandel sichert seinen Server nachts auf ein NAS im Büro und kopiert die Sicherung anschließend in ein Rechenzentrum. Die Warenwirtschaft wird zusätzlich alle zwei Stunden gesichert. Als ein Mitarbeiter versehentlich einen Kundenordner löscht, ist er nach zehn Minuten aus dem NAS zurück. Als im Sommer ein Wasserschaden den Serverraum trifft, kommt das System aus der Kopie im Rechenzentrum: Nach einem Tag läuft der Betrieb auf Ersatzhardware.
Backup vs. Archivierung
Ein Backup dient der Wiederherstellung und wird regelmäßig überschrieben. Eine Archivierung bewahrt Daten unverändert über lange Zeit auf, etwa aus steuerlichen Gründen. Ein Backup ersetzt keine revisionssichere Archivierung und umgekehrt.
Kurz gesagt
Ein Backup ist eine getrennt aufbewahrte Kopie, aus der Daten nach einem Verlust wiederhergestellt werden. Gut ist es erst mit mehreren Kopien an verschiedenen Orten, einer Kopie vom Netz getrennt, laufender Überwachung und regelmäßig getesteter Wiederherstellung.
Weiterlesen: Backup-Strategie für die Firma erstellen, Sechs Maßnahmen gegen Datenverlust, Wie oft Backups testen?