Statisch vs. dynamisch
| Dynamische IP | Statische IP | |
|---|---|---|
| Adresse | wechselt regelmäßig | bleibt dauerhaft gleich |
| Erreichbarkeit von außen | nur über Hilfsdienste wie DynDNS | direkt über die feste Adresse |
| Tarif | Standard bei Privat- und vielen Geschäftstarifen | oft gegen Aufpreis oder in Business-Tarifen |
| Eignung | reines Surfen | VPN, Standortvernetzung, Dienste |
Wofür Unternehmen sie brauchen
- VPN für Homeoffice und Außendienst: Die Mitarbeitenden verbinden sich zuverlässig mit derselben Adresse.
- Standortvernetzung: feste Tunnel zwischen Zentrale und Filialen.
- Telefonie: Manche SIP-Trunk-Anbieter binden den Anschluss an eine feste Adresse.
- Zugriffsbeschränkung: Cloud-Dienste oder Herstellerzugänge lassen sich auf die Firmenadresse begrenzen.
- E-Mail-Versand vom eigenen Server: sauberer Rückwärtseintrag im DNS.
Sicherheit
Eine feste Adresse macht den Anschluss nicht unsicherer; Angreifer scannen ohnehin alle Adressen. Entscheidend ist, was an dieser Adresse erreichbar ist. Das VPN-Gateway ist bevorzugtes Ziel; NSA und CISA empfehlen, geprüfte Lösungen einzusetzen, Updates schnell einzuspielen und einen zweiten Faktor zu verlangen.[1] Alles andere gehört nicht direkt ins Internet.
Beispiel aus der Praxis
Ein Pflegedienst mit drei Standorten hat in jeder Filiale einen Anschluss mit wechselnder Adresse. Die Tunnel zur Zentrale brechen nach jedem Adresswechsel ab, bis sie neu aufgebaut sind. Mit statischen IP-Adressen an allen Standorten laufen die Tunnel stabil, und der Zugriff auf das Pflegeportal in der Cloud wird zusätzlich auf diese drei Adressen beschränkt.
Kurz gesagt
Eine statische IP-Adresse ist eine feste Internetadresse Ihres Anschlusses. Sie ist sinnvoll für VPN, Standortvernetzung, manche Telefonieanbieter und Zugriffsbeschränkungen; die Sicherheit hängt nicht von der Adresse ab, sondern davon, was darüber erreichbar ist.
Weiterlesen: VPN fürs Homeoffice einrichten, Firewall für kleine Firmen