Die wichtigsten Sprachcodecs
| Codec | Klang | Datenrate | Einsatz |
|---|---|---|---|
| G.711 | klassische Telefonqualität (Schmalband) | 64 kbit/s | Standard, fast überall unterstützt |
| G.722 | HD-Sprache, 50 Hz bis 7 kHz | 48 bis 64 kbit/s | IP-Telefone, HD-Voice |
| Opus | Schmalband bis Vollband, anpassungsfähig | etwa 6 bis 510 kbit/s | Softphones, Video, WebRTC |
| G.729 | Telefonqualität, stark komprimiert | 8 kbit/s | bei sehr knapper Bandbreite |
G.722 überträgt nach der ITU-Empfehlung Audio von 50 Hz bis 7 kHz bei 48 bis 64 kbit/s.[1] Opus ist ein IETF-Standard für interaktive Audioübertragung von rund 6 kbit/s für Sprache bis 510 kbit/s für Musik in Stereo.[2]
Warum der Codec zählt
- Verständlichkeit: Breitband-Codecs übertragen mehr Frequenzen, Laute wie „f“ und „s“ sind besser zu unterscheiden.
- Bandbreite: Stark komprimierte Codecs sparen Daten, klingen aber weniger natürlich.
- Umwandlung: Sprechen beide Seiten unterschiedliche Codecs, muss umgerechnet werden; das kostet Qualität und Zeit.
- Robustheit: Opus kann sich an schwankende Verbindungen anpassen.
HD-Voice nur durchgehend
HD-Sprache funktioniert nur, wenn alle Stationen den Codec unterstützen: Telefon, Anlage, Anbieter und Gegenstelle. Gespräche ins Mobilfunknetz oder zu anderen Anbietern fallen oft auf G.711 zurück.
Beispiel aus der Praxis
In einem Steuerbüro klingen interne Gespräche klar, Gespräche nach außen dumpf. Die Analyse zeigt: Intern sprechen die IP-Telefone G.722, der SIP-Trunk des Anbieters unterstützt nur G.711. Nach einem Wechsel auf einen Tarif mit HD-Voice klingen auch Gespräche zu Mandanten mit HD-fähigen Anschlüssen deutlich natürlicher.
Kurz gesagt
Ein Codec wandelt Sprache in Daten und zurück und bestimmt Klang und Bandbreitenbedarf. Für gute Qualität sollten Telefone, Anlage und Anbieter Breitband-Codecs wie G.722 oder Opus durchgängig unterstützen.
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