Definition
Das NIST beschreibt eine hybride Cloud als Zusammensetzung aus zwei oder mehr eigenständigen Cloud-Infrastrukturen, privat, gemeinschaftlich oder öffentlich, die durch Technik verbunden sind, die die Übertragbarkeit von Daten und Anwendungen ermöglicht.[1] In der Praxis des Mittelstands wird der Begriff weiter gefasst und meint die Kombination aus eigenen Servern und Cloud-Diensten.
Typische Aufteilung
| Lokal (On-Premises) | Cloud |
|---|---|
| Branchensoftware ohne Cloud-Version | E-Mail, Kalender (Exchange Online) |
| große CAD- oder Mediendateien | Teams, Zusammenarbeit |
| Maschinensteuerung, Produktion | Dateiablage für Büro (SharePoint, OneDrive) |
| schneller lokaler Zugriff | Cloud-Backup als Kopie außer Haus |
| Telefonie (Cloud-Telefonanlage) |
Was eine Hybrid Cloud braucht
- Gemeinsame Identität: ein Konto für lokal und Cloud, etwa durch Synchronisation von Active Directory mit Entra ID.
- Einheitliche Sicherheit: zweiter Faktor, Geräteverwaltung, Überwachung über beide Welten.
- Zuverlässige Anbindung: ausreichende Bandbreite, bei Bedarf zweite Leitung.
- Backup für beide Seiten: lokale Server und Cloud-Daten.
- Klare Verantwortung: Auch in der Cloud bleibt das Unternehmen für Daten, Konten und Zugriffsrechte verantwortlich.[2]
Beispiel aus der Praxis
Ein Ingenieurbüro betreibt seine CAD-Daten auf einem lokalen Server, weil die Pläne über die Leitung zu groß wären. E-Mail, Teams und die Büroablage laufen in Microsoft 365, die Telefonie über eine Cloud-Telefonanlage. Die Anmeldung ist einheitlich, weil das lokale AD mit Entra ID synchronisiert ist. Der lokale Server wird nachts in ein deutsches Rechenzentrum gesichert, die Microsoft-365-Daten mit einem eigenen Cloud-Backup.
Kurz gesagt
Eine Hybrid Cloud kombiniert eigene IT mit Cloud-Diensten, sodass jeder Dienst dort läuft, wo er am besten passt. Entscheidend sind eine gemeinsame Identität, einheitliche Sicherheit, eine gute Anbindung und Backups für beide Seiten.
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