Wie Virtualisierung funktioniert
Das NIST beschreibt Vollvirtualisierung als Technik, bei der ein oder mehrere Betriebssysteme mit ihren Anwendungen auf virtueller Hardware laufen.[1] Zwischen der echten Hardware und den virtuellen Maschinen sitzt der Hypervisor. Er stellt jeder Maschine einen Anteil an Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicher und Netzwerk bereit.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Host | die physische Hardware |
| Hypervisor | Software, die die virtuellen Maschinen betreibt |
| Virtuelle Maschine (VM) | ein virtueller Server mit eigenem Betriebssystem |
| Cluster | mehrere Hosts, zwischen denen VMs wandern können |
| Snapshot | Momentaufnahme einer VM |
Vorteile
| Vorteil | Beispiel |
|---|---|
| Auslastung | drei Server auf einer Hardware statt drei Geräten |
| Wiederherstellung | ganze VM aus dem Backup auf jede andere Hardware |
| Notfall | VM im Rechenzentrum des Dienstleisters starten |
| Updates | Snapshot vor dem Update, bei Problemen zurück |
| Umzug | neue Hardware ohne Neuinstallation der Server |
Sicherheit
Wer den Hypervisor kontrolliert, kontrolliert alle virtuellen Server darauf. Angreifer, die Ransomware einsetzen, verschlüsseln deshalb gezielt Hypervisoren, um mit einem Schlag alle Server lahmzulegen. Wichtig sind:
- Hypervisor zeitnah aktualisieren.
- Verwaltungszugang nur aus einem eigenen Verwaltungsnetz, mit zweitem Faktor.
- Keine Anmeldung am Hypervisor mit normalen Domänenkonten.
- Backups der VMs außerhalb des Hypervisors, mit Offline- oder unveränderlicher Kopie.[2]
Beispiel aus der Praxis
Eine Kanzlei ersetzt drei alte Server durch einen Host mit Hypervisor, darauf laufen Dateiserver, Kanzleisoftware und Benutzerverwaltung als VMs. Als ein Jahr später die Hauptplatine des Hosts ausfällt, startet der Dienstleister die VMs aus dem Backup auf einem Ersatzhost im eigenen Rechenzentrum. Nach drei Stunden arbeitet die Kanzlei wieder, bis die Hardware repariert ist.
Kurz gesagt
Virtualisierung lässt mehrere Server als virtuelle Maschinen auf einer Hardware laufen. Sie verbessert Auslastung, Wiederherstellung und Flexibilität, verlangt aber besonderen Schutz des Hypervisors und Backups außerhalb davon.
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