Warum sie beim Anbieter liegen muss
Fällt die Internetleitung aus, erreicht kein Anruf mehr die Telefonanlage im Haus, und auch keine Weiterleitung, die dort eingestellt ist. Die Notfallumleitung muss deshalb dort hinterlegt sein, wo Anrufe ankommen, bevor sie zu Ihnen gelangen: beim SIP-Trunk-Anbieter oder in der Cloud-Telefonanlage.
Formen
| Form | Funktionsweise |
|---|---|
| Automatisch bei Nichterreichbarkeit | Anbieter erkennt, dass die Anlage nicht registriert ist, und leitet um |
| Manuell aktiviert | per Portal oder Anruf, etwa bei Evakuierung oder Stromausfall |
| Zeitgesteuert | außerhalb der Geschäftszeiten an den Notdienst |
| Je Rufnummer | Zentrale an Handy A, Service an Handy B |
Was in den Telefonie-Notfallplan gehört
- Welche Nummern bei Ausfall wohin geleitet werden.
- Wer die manuelle Umleitung auslöst und wie, mit Zugangsdaten außerhalb der eigenen IT.
- Ansage für den Ausfall, etwa mit Hinweis auf E-Mail oder Rückruf.
- Zweiter Internetzugang oder Mobilfunk-Reserve für die Anlage, wo nötig.
- Hinweis zum Notruf: Wie werden 110 und 112 im Ausfall erreicht?
- Regelmäßiger Test, etwa zweimal im Jahr.
Beispiel aus der Praxis
Ein Pflegedienst ist nachts für Patienten erreichbar. Als ein Bagger das Kabel zum Büro durchtrennt, ist die Anlage offline. Weil beim Anbieter eine automatische Notfallumleitung eingerichtet ist, klingeln die Anrufe auf dem Bereitschaftshandy. Patienten merken vom Ausfall nichts. Im Notfallplan steht außerdem, wie die Pflegedienstleitung die Umleitung bei Bedarf über das Portal des Anbieters ändert.
Kurz gesagt
Eine Notfallumleitung leitet Anrufe automatisch um, wenn Anlage oder Internet ausfallen. Sie muss beim Anbieter oder in der Cloud hinterlegt, im Telefonie-Notfallplan beschrieben und regelmäßig getestet sein.
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